Hundepsychologe, Verhaltenstherapeut, Hundeflüsterer oder Hundtrainer sind keine geschützten Berufsbezeichnungen. Leider, muss man sagen. Es kann also jeder zum Gewerbeamt gehen, sein Gewerbe mit o.a. Bezeichnungen eintragen und ab sofort Hunde und die dazugehörigen Menschen "schulen".
Mittlerweile kann man jetzt aber schon hingehen und sich für ein (Fern)studium einschreiben, um geprüfter Tierpsychologe zu werden. Welche (meist rein theoretische) Ausbildung haben dann aber die "Studenten" absolviert? Höchst suspekt erscheinen uns da einige dieser Anbieter, die z.T. sogar entgegen fundierter wissenschaftlicher Erkenntnisse arbeiten. Kleine Denkanregung: Da es in der Hundeerziehung keinerlei geschützte Berufsbezeichnungen gibt, darf auch jeder, der mit Vierbeinern arbeitet, "Weiterbildungen für Hundetrainer" anbieten - ohne Nachweis der eigenen Qualifikation.

Solange es kein einheitliches Ausbildungsbild eines Hundetrainers ( Psychologen o.ä.) gibt, sollte man sich nicht in die Irre führen lassen von irgendwelchen „wilden“ Berufsbezeichnungen, welche eine solide Ausbildung suggerieren, die letztendlich aber nicht stattgefunden hat.
Glücklicherweise gibt es mittlerweile ein paar seriöse Stellen, die bemüht sind, ein einheitliches Berufsbild zu schaffen. Wir können nur hoffen, dass sich in Zukunft etwas in der Richtung ändern wird.

Bis dahin sollten Sie sich als Kunde davon überzeugen, dass in Hundeschulen seriös gearbeitet wird und sich die Trainer regelmäßig weiterbilden.
Fragen Sie nach der Aus- und auch permanenter Weiterbildung und hinterfragen Sie kritisch die entsprechenden Arbeitsmethoden.
Wer beispielsweise heute noch nach der sogenannten veralteten Dominanzmethode arbeitet, hat mit ziemlicher Sicherheit in den letzten Jahren keine Weiterbildung mehr besucht.

Weiterbildungen kosten Geld und Zeit, und nicht jeder "Hundetrainer" oder "Hundepsychologe" ist bereit, dies zu investieren. Weshalb auch, fragen doch die wenigsten Kunden nach einer Qualifikation und so ist es für die "schwarzen Schafe" auf dem Trainermarkt leicht, gutes Geld zu verdienen, ohne welches investieren zu müssen.

Moderne Ausbilder arbeiten nach neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen und immer im Sinne einer hundgerechten Verständigung, die sich nicht nach pauschalen Methoden richtet, sondern die individuellen Gegebenheiten des Mensch-Hund-Teams berücksichtigt.

Wir nennen uns Hundetrainer, auch wenn es unspektakulär klingt und die Arbeitsweise sich in keiner Weise von denen des Psychologen, Verhaltenstherapeuten u.a. unterscheidet. Trainer, weil wir mit den Menschen und ihren Hunden trainieren. Die Hundepsychologie spielt dabei eine ganz wesentliche Rolle, reicht aber alleine nicht aus, da wir Menschen meistens einige alte Gewohnheiten ablegen müssen, um erfolgreich mit unseren Hunden zu kommunizieren.

Enden möchten wir mit einem Satz der von uns sehr geschätzten Wissenschaftlerin Dr. Urd Dorit Feddersen-Petersen: Wissen ist Tierschutz.“